schwanenstadt.news Lukas Pöstlberger setzt sich auf der 3. Etappe bei der Vuelta gehörig in Szene.
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Lukas Pöstlberger setzt sich auf der 3. Etappe bei der Vuelta gehörig in Szene.

Veröffentlicht von schwanenstadt.news
Der Schwanenstädter und Öst. Meister Lukas Pöstlberger attackiert im Finale der 3. Etappe der Vuelta und verhilft seinem Teamkapitän Peter Sagan am Ende zu Rang drei.

 

Lange Zeit lag heute eine 6-Mann-Gruppe an der Spitze des Rennens. Auf den letzten 40 km konnte Lukas Pöstlberger mit einer Verfolgergruppe zur Spitze aufschließen. Pöstlberger setzte sich schließlich alleine ab, und wurde erst 6 km vor dem Ziel vom Feld wieder gestellt. Es kam also zum erwarteten Massensprint in Alhaurin, den E. Viviani für sich entscheiden konnte, während UCI Weltmeister Peter Sagan heute Rang drei erreichte.  

  Die Etappe Obwohl heute mit dem Puerto del Madrono eine Bergwertung der 1. Kategorie auf dem Programm stand, wurde am Ende dennoch ein Massensprint erwartet, denn der 22-km-lange Anstieg war schon zu Beginn der 3. Etappe der Vuelta zu bewältigen. Nach einer weiteren Bergwertung der 3. Kategorie führte die zweite Hälfte der insgesamt 178,2 Kilometer von Mijas nach Alhaurin de la Torre großteils bergab.    Teamtaktik Sollte es zu einem Sprint kommen, würde BORA – hansgrohe natürlich den UCI Weltmeister Peter Sagan unterstützen. Da die Etappe aber schwer einzuschätzen war, sollte vor allem Lukas Pöstlberger große Gruppen kontrollieren, um so eventuell eine zweite Option auf den Etappensieg zu haben. Für die Kletterer Buchmann, Formolo und Majka ging es heute darum, bei extrem heißen Temperaturen so viel Kraft als möglich für die morgige erste echte Bergetappe zu sparen.    Das Rennen Sofort nach dem offiziellen Start folgte heute Attacke auf Attacke und schnell konnten sich sechs Fahrer vom Feld lösen. Dort kontrollierte Sky das Tempo, weshalb der Vorsprung der Ausreißer nach 20 Kilometern, am Fuße des Puerto del Madrono, schon mehr als 3 Minuten betrug. Nachdem es das Feld auch im Anstieg ruhig angehen ließ, konnten die Spitzenreiter ihre Führung weiter ausbauen, doch als auch die Sprinter das größte Hindernis des Tages gut überstanden hatten, begann im Feld Quickstep die Tempoarbeit zu übernehmen. Langsam verringerte sich der Abstand zwischen Spitze und Feld auf etwa drei Minuten 100 km vor dem Ziel.  Etwa 50 km später zeigte sich auch BORA – hansgrohe an der Spitze des Feldes und Vorsprung war auf eine Minute zusammengeschmolzen. Als Lotto-Soudal eine Konterattacke aus dem Feld startete, heftete sich Lukas Pöstlberger an deren Hinterrad. 40 km vor dem Ziel konnte so eine 4-Mann-Gruppe mit Pöstlberger zur Spitze aufschließen. Es war Pöstlberger der auf den letzten 25 km versuchte solo das Ziel zu erreichen. Lange Zeit konnte der österreichische Staatsmeister rund 50 Sekunden verteidigen, am Ende wurde aber auch er 6 km vor dem Ziel vom Feld gestellt. Zu diesem Zeitpunkt positionierte sich BORA – hansgrohe mit Michael Schwarzmann und Jay McCarthy vor Peter Sagan an der Spitze des Feldes. Sagan war auf den letzten Metern am Hinterrad des späteren Siegers E. Viviani, konnte aber nicht mehr vorbeiziehen und belegte schließlich Rang 3. 

Reaktionen im Ziel „Es war heute wieder sehr heiß, und im Finale eine harte Etappe. Obwohl ich immer noch nicht in Topform bin, habe ich es heute im Sprint versucht. Das Team hat den ganzen Tag gut gearbeitet und Lukas hat im Finale die anderen ganz schön unter Druck setzen können. Am Ende war ich vorne mit dabei, aber Viviani war besser.“ – Peter Sagan, UCI Weltmeister   „Ich bin bei der Attacke von Lotto-Soudal einfach mitgegangen, damit meine Teamkollegen hinten nicht arbeiten müssen. Am Ende habe ich es versucht, mir war klar dass die Chancen schlecht stehen durchzukommen, aber wenn man es nicht Versucht kann man nie gewinnen. Meine Beine sind gut, und vielleicht ergibt sich ja die nächsten Tage noch eine Möglichkeit für mich.“ – Lukas Pöstlberger   „Auf den letzten 30 km gab es im Feld einige Konterattacken und Lukas hat diese für uns kontrolliert. Als er so zur Spitze aufschließen konnte, haben wir beschlossen es im Finale mit ihm zu versuchen. Er ist stark gefahren, aber die Chance war natürlich gering durchzukommen. Uns Plan war auch eigentlich mit Peter in einem Sprint um den Sieg zu kämpfen. Er war etwas eingebaut, bevor er seinen Sprint eröffnen konnte, aber der dritte Platz ist ein gutes Zeichen. Wir sind auf einem guten Weg und habe einmal mehr gezeigt, dass wir hier ein sehr starkes Team haben.“ – Steffen Radochla, sportlicher Leiter

 

Quelle/Bild: Bora Hansgrohe

Kategorie SPORT

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